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Dead Western

»Suckle At The Supple Teats Of Time«

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Troy Mighty und seine Band wünschen uns Glück. Das kann nicht ohne Folgen bleiben…



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Jonas Reinhardt

»Power Of Audition«

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Eine Führung durchs Musikinstrumentenmuseum: Jonas Reinhardt überträgt den Sound alter Syntheziser ins neue Jahrtausend



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Eleh

»Location Momentum«

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Die Minimal Music von Eleh visiert das tiefe, untere Ende des Audiospektrums an und wird so zu einem modernen wie zeitlosen Klangereignis

Artikel

LawrenceEnglish

Mister Lawrences Gespür für Schnee

Lawrence English untersucht in sechs Klangflüssen die verschiedenen Tiefen des Winters

Text: Jens Pacholsky

Was hat uns die Musique Concréte eigentlich noch zu offenbaren? Gesagt wurde auf dieser Suche nach dem Sound im Sound, der Mikrokosmosharmonie im großen Ganzen, dem Göttlichen im Profanen eigentlich schon alles. Vom Überfluss und Krach zur Leere und Transformation des Nichtmusikalischen zum Melodiösen, von sich selbst generierenden Kompositionen zur Komplexstrukturierung unabhängiger Klangmomente. Manchmal war es Experiment, manchmal Jazz, manchmal Meditation, manchmal ernst gemeinter Dadaismus. Lawrence English befindet sich seit über einem Jahrzehnt auf der Suche nach neuen Klangräumen, kurierte mehrere Ausstellungen in Australien und Singapur (u.a. mit Scanner) und erschuf Installationen in Tokyo, Brisbane, Frankfurt und Barcelona.

Der Klang des Schmelzens
Wirklich neues kann der Australier sicherlich auch auf seinem dritten Soloalbum (neben den vergangenen One-Track-Releases und Split-Projekten) nicht offenbaren. Dennoch begeht er nicht den Fehler, die fehlende Originalität durch eine aufgesetzte Akademisierung des Extremen zu ersetzen. Vielmehr sind seine sechs Titel feinfühlige Reisen an die Grenze des Hörbaren, welche an sich jedoch fulminant strukturiert sind. Der Mediakünstler und Komponist zieht sich nicht in Leerräume zurück, überrumpelt auch nicht durch schieren Noise oder eine chaotische Verwüstung durch Klangkollisionen. Schon gar nicht versucht er, des Electronica-Musikers liebstes Steckenpferd, die Gitarre, vergeblich neu zu erfinden, auch wenn deren Saiten an der einen oder anderen Stelle erklingen. »For Varying Degrees Of Winter« bettet den Hörer vielmehr in die Schönheit sich verschachtelnder Klangflächen, wie sie Brian Eno mit seiner »Ambient«-Serie Ende der 1970er Jahre aus Klangverschiebungen gekitzelt hat. In seinen besten Momenten erinnert English auch an die stillen Bewegungen von Seefeels »Utreat«, von deren Ausnahmealbum »Succour« (Warp, 1995). Mit pointiertem Minimalismus taucht er in die feinen Schneeschichten eines sonnigen Wintertages und verfolgt die Mikronebel des Wasserdampfes innerhalb der Kristallräume, lässt ihr Kondensieren klingen und das erneute Schmelzen in tiefere Strukturräume hinabtropfen.

:: Lawrence English: For Varying Degrees Of Winter (Baskaru)
:: Lawrences Klänge



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