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Die Minimal Music von Eleh visiert das tiefe, untere Ende des Audiospektrums an und wird so zu einem modernen wie zeitlosen Klangereignis

Artikel

Nebulo_Painting

Soundtracks in Dissonanz

Auf Hymen Records erscheinen mit Nebulo und Kattoo zwei fiktionale Soundtracks, die trotz ähnlicher Klangquellen unterschiedlicher nicht sein könnten

Text: Jens Pacholsky Bild: Thomas Pujols

Konzeptalben genießen ja generell hohes Ansehen bei den Rezipienten. Ideen greifen so wunderbar ineinander, alles ergibt ein großes Ganzes, ein Gesamtbild, etwas in sich geschlossen Universelles. Der Anspruch, als Musiker reale oder fiktionale Soundtracks zu komponieren, ist dabei im Grunde genommen nicht wirklich die originellste Form eines Konzeptalbums. Letztlich ist jedes Stück Musik eine Art Soundtrack, der immer im Kopf des Rezipienten passiert und einen Film entstehen lässt. Das alleinige Konzept ist also nicht ausschlaggebend für die Einordnung als mögliches Kunstwerk. Wie im Film selbst gibt es auch hier Nuancen, die, unabhängig von der Perfektion der Bilder, den Unterschied ergeben zwischen einem groben Blockbuster und einem feinfühligen Film. Nebulo und Kattoo teilen sich diese Unterscheidungsmerkmale untereinander auf.

Der Blockbuster
Beefcakes Volker Kahl ist mit seinem Projekt Kattoo in etwa der Roland Emmerich der beiden neuen Alben auf Hymen Records. Sein drittes Soloalbum startet mit einer herzzerreißenden Liebesszene voller Streichersynths und Pianoechos, die zwar in der zweiten Kameraeinstellung einen ungewohnt minimalen Raum betritt, von dessen Wänden erst vereinzelt, dann massenhaft Mikropartikel blättern, in der weiteren Entwicklung des fiktionalen Soundtracks aber immer stärker in offensichtliches Pathos abdriftet. Kattoo stapelt fortan kitschige Pianostränge in ordinären Hallräumen, so dass zu seinen Stücken automatisch Szenen aus Hollywoodschinken wie »Der Herr der Ringe« oder »Sieben Jahre in Tibet« auftauchen. Immer etwas mystisch und gefühlstriefend gehalten erinnern einige Stellen an den Moment aus »The Truman Show«, wenn Produzent Ed Harris seinem Toningenieur Anweisungen gibt, eine dramatische Lebensszene des armen Truman mit mehr Piano zu untermalen, während vor den Bildschirmen die Öffentlichkeit in Tränen ausbricht. Man vermisst die Kanten in Kattoos Musik, die nur in ihren besten Momenten, wenn zurückhaltende crunchy Beats oder eine vertrackte perkussive Rhythmik einsetzen und die monumentale Pathoswucht unterwandern, die Elegie in Dynamik versetzen. In diesen wenigen Szenen wirkt »Hang On To A Dream« dann nicht wie ein Meditationstrip in chinesische Heilkunstsendungen und bricht mit dem sonst allgegenwärtigen Esoterikgefühl, das insbesondere mit dem vorletzten Stück »You Don’t Know Me« seinen traurigen Gitarrenriff-Pop-Höhepunkt erlebt (das hat schon Future Sound Of London das Genick gebrochen).

Feinsinniges Gefühlskino
Der Franzose Thomas Pujols inszeniert dagegen weniger plakative Filmsequenzen als filigrane Szenenstudien, die nicht durch große Gesten, sondern sehr fein gesetzte Nuancen eine Intimität der Bilder schaffen. Sein Studium an zwei Kunsthochschulen dürfte ihm dabei geholfen haben, diese kleinen Schritte dem großen Trampeln vorzuziehen. Vor allen Dingen verzichtet er in seinem Projekt Nebulo auf die ewig gleichen Hallräume als Grundmauer und bringt mehr Störungen und Wechsel in die Kompositionen ein, so dass er immer wieder Ausbrüche aus der Harmoniefalle der durch Breakbeats laufenden, prozessierten Gitarren- und Pianoklänge erschafft. Insgesamt klingt Nebulos Produktion rauer, als hätte er sie absichtsvoll übersteuert abgemischt, um einen kratzigeren Sound zu erreichen. Trotz der Lieblichkeit des elektronischen Gesamtwerkes entsteht dadurch eine Spannung, die aus parallel laufenden klaustrophobischen Disharmonien und melodiösen Raumöffnungen erwächst, einem Konzept, dem sich Alix als Remixer von Nebulos abschließender Arbeit in Elektro-Akustischer Komposition am Bordeaux Conservatoire annimmt. Während Alix »Mecalangue« durch ein unendliches Feld des Rhythmusrumpelns zwischen Soundblitze schickt, verirrt sich der Amerikaner Ginormous als zweiter Fremdproduzent des Albums in ein Wurmloch, in dessen Anomalie die Entscheidung zwischen völliger Kompression und Expansion der Gedankenklänge schwerfällt und ein fein verkrisseltes Bild übrigbleibt.

:: Kattoo: Hang On To A Dream (Hymen Rec./Antzen)

:: Nebulo: Kolia (Hymen Rec./Antzen)


:: Nebulo Sounds

:: Kattoo Sounds



Kommentare

  1. klausklaus / 24.11.2006 / 15:22

    naja, also ich würde eher die scheibe von KATTOO als gefühlskino bezeichnen, die melodien und arrangements sind viel emotionaler ( und auch anspruchsvoller ) als der zigste “clicks and cuts” aufguss den man auf der nebulo kolia scheibe geboten bekommt …
    das gefrickel und die billige effeckthascherei liegen ja mittlerweile im trend und daraufhin bezogen lassen sich die beiden alben auch kaum miteinander vergleichen. das kattoo album ist sehr melodisch mit vielen klassischen arrangements als auch elektronischen elementen, während das nebulo album eher abstrakt und rythmisch orientiert ist mit ein paar akkorden hier und dort. wo da das gefühlskino zu finden sein soll erschließt sich mir nicht ganz, vor allem wenn man den rest der artists mit ähnlichem sound einbezieht (v0on der sich die scheibe nicht positiv abzuheben vermag). die meinung des rezendenten ist deswegen wohl eher seiner persönlichen vorliebe als musikalischem sachverstand zuzuschreiben ….
    ich sehe es nämlich genau entgegengesetzt, die “nebulo kolia” ist clicks and cuts standardkost wärend sich die” kattoo hang on to a dream” hervorhebt aus dem elektronischen einerlei der unzähligen effecktschrauber. ein schritt zu mehr “musik” in der sonst so eintönig abstrakten und gefühlskalten elektronischen musik der sehr zu begrüßen ist, den nötigen musikalischen horizont und die nötige offenheit natürlich vorrausgesetzt.

  2. Jens / 24.11.2006 / 15:50

    Hm, ich habe eigentlich auch nichts gegen “mehr Musik”, nur muss es dann gleich James Horner sein? Dass elektronische Musik nur abstrakt und gefühlskalt sei, ist übrigens eine ganz infame Unterstellung…

  3. klausklaus / 24.11.2006 / 21:41

    Das elektronische Musik ausschließlich gefühlskalt ist meinte ich damit weniger, vielmehr den Umstand das sich in aktueller elektronischer Musik zum Großteil melodische Eintönigkeit/Einsilbigkeit breitmacht. Die vordergründige Focussierung auf die rythmische Komponente in eben jener Musik ist wahrlich nicht zu verleugnen, in dem Zusammenhang ist es doch erfreulich wenn einer mal nicht in das ewig selbe “clicks & cuts” Horn bläst. Es klingt ein wenig als hättest du eine Aversion gegen Klassische Musik, oder gegen melodische Musik im Klassischen Sinn der Harmonielehre … zumindestens in Verbindung mit elektronischer Musik ;)

  4. Jens / 25.11.2006 / 15:05

    :) nicht ganz. es ist wohl eher eine aversion gegen überbordenden kitsch. ich möchte auch gar nicht bestreiten, dass es in der elektronischen musik eine menge an blödsinn/eintönigkeit gibt, weshalb ich auch darauf verweise, dass kattoos albums gerade in den momenten, wo er klassik & elektronik zusammenführt am spannensten ist, weil dabei eine neue kombination geschaffen wird, ein neuer klangraum. der großteil des albums besteht aber aus eher klassischer musik - digital produziert. und in bezug auf klassische musik ist kattoos musik auch nichts anderes als eintönig/einsilbig bzw. gar einfältig. daher auch der vergleich zu james horner. kattoos versuch ist lobenswert, aber leider noch lange nicht ausgereift. letztlich macht kattoo in seinem klassik-versuch dasselbe, was die elektroniker in ihrem clicks&cuts machen, nur eben auf klassik. ich habe ganz bestimmt nichts gegen melodien, nur fällt mir immer wieder auf, dass die elektroniker (naja, wie ja auch rocker, popper, hiphopper) immer zu den einfachsten melodien greifen. melodien sind meines erachtens schwerer als rhythmus, dennoch beschäftigen sich scheinbar die wenigsten musiker damit tiefgründiger. dbzgl. stimme ich dir auch zu, was die melodische eintönigkeit angeht. aber wie gesagt, kattoo macht dasselbe auf digitale klassik. ich würde james horner ja jetzt auch nicht cool finden, nur weil er ein paar abgestandene elektronische beats unter seine streichersynths legt ;)

  5. klausklaus / 26.11.2006 / 11:51

    Das was du so lapidar als Kitsch titulierst zeigt in wirklichkeit nur deine fehlende musikalische Bildung. Denn wenn du die Melodien auf dem Kattoo Album als eintönig und einsilbig bezeichnest dann bezweifle ich das du richtig hingehört hast und wenn doch dann hat es dich wohl überfordert … die melodiösen Teile auf dem Album übersteigen bei weitem das was man sonst zu hören bekommt und so wie es aussieht ist der durchschnitts “clicks and cuts” Hörer dabei mehr als überfordert. Du wiedersprichst dir selbst, denn auf der einen Seite klagst du über zu wenig Melodien in elektronischer Musik und auf der anderen passt es dir auch nicht wenn einer wie Kattoo sich mal etwas mehr damit beschäftigt. Du unterschätzt die Arrangements auf dem Kattoo Album und von Klassik bzw. Harmonielehre hast du wohl so viel Ahnung wie wie ein Turnschuh vom Fliegen, was schon die abfälligen Äusserungen über James Horner zeigen … denn hinter dem Namen steckt mehr Musikalische Bildung und kompositorische Fähigkeiten als du es jemals begreifen wirst. Und um es mit deinen Worten zu sagen, es ist schon recht einfältig wie du es dir anmaßt über etwas zu urteilen was sich dir komplett verschließt ( ob aus aus mangelndem Sachverstand oder musikalischer Bildung seih mal dahingestellt).

    Deine Vorliebe für technisierte, rhythmusorientierte Musik bei der es vordergründig darum geht den Hörer durch immer mehr Effecktsounds in kurzer folge zu beeindrucken zeigt ja recht deutlich wo deine Grenzen liegen wenn es um die Beurteilung von harmonischer/melodischer Musik geht. Für jemanden der hier öffentlich seine Meinung Kundtut bist du erstaunlich borniert und oberflächlich. Etwas abzuwerten und niederzumachen was man nicht versteht ist immer einfacher als den Versuch zu unternehmen sich damit auseinanderzusetzen oder zumindestens mit respekt zu behandeln.

    Sicherlich darf jeder seine persönliche Meinung haben, jedoch solltest du nicht davon ausgehen das deine die einzig Richtige und für alle anderen maßgebliche ist. Ich würde James Horner niemals so abwertend erwähnen wie du es hier tust und seine Arbeit qualitativ hinter der eines Nebulo einordnen. Schlussendlich adelst du Kattoo ja wenn du ihn mit James Horner vergleichst auch wenn du das so wohl nicht beabsichtigt hast ;) Das zeigt wie wenig du in der Lage bist die Komplexität die hinter Klassischer Musik steckt zu erfassen. Das dir das Kattoo album nicht gefällt ist ja in Ordnung, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch für einen der öffentlich Artikel verfasst ist das was du von dir gibst und wie du es von dir gibst … ich will es mal “erschreckend” nennen.

    Das dir das Nebulo Album besser gefällt als das Kattoo album ist vollkommen in ordnung, allerdings solltest du der Öffentlichkeit deine Pseudointellektuellen Kommentare ersparen, die sind nämlich alles andere als Qualifiziert oder Sachverständig und werden dem Anspruch den du durch den Artikel erwecken willst nicht annähernd gerecht :)

  6. Jens / 26.11.2006 / 15:12

    Nun gut, an dieser Stelle können wir unser kleines Gespräch wohl ohne weiteres beenden. Deine Vorwürfe zu meiner Person - so aus dem Blauen heraus - bringen uns hier in keinster Weise weiter. Das Gegenüber mit dem Vorwurf fehlender Bildung/Einsicht zu belasten, war schon immer eine allzu einfache Taktik und hat noch noch nie zu irgend etwas geführt. In diesem Zusammenhang möchte ich Dich dann auch noch ein mal selbst zitieren: “Sicherlich darf jeder seine persönliche Meinung haben, jedoch solltest du nicht davon ausgehen das deine die einzig Richtige und für alle anderen maßgebliche ist.” Belassen wir es dabei.

  7. klausklaus / 26.11.2006 / 17:55

    Aus dem Blauen heraus sind meine Mutmaßungen in ähnlicher Weise wie die deinen, von daher ist keiner von uns beiden besser oder schlechter als der andere. Ich hab lediglich meine Meinung zu der deinen hinzufügen wollen um das ganze hier ein wenig zu vervollständigen … Fazit: Meinungen gibt es wie Sand am Meer und über Geschmack soll man nicht Streiten …

    Jeder empfindet Musik und ihre Spielarten in einer anderen Wertigkeit und was für den Einen Kitsch ist für den Anderen höhere Offenbahrung. Der Streit beginnt immer dann wenn einer des anderen Liebstes als minderwertig deklariert. Und genau das hat mich bei dir gestört, die pauschale und leichtfertige Abwertung aufgrund einer persönlichen Vorliebe. Nach der Studie anderer Artikel aus deiner Feder wird mir klar das hier und bei dir schlicht der Falsche Platz ist für das was Kattoo mit dem erwähnten Album abgeliefert hat. Ähnlich wie man von einem HipHopper kaum erwarten kann das er eine vernünftige Rezension zu einer Heavy Metal Platte schreibt. In einem solchen Fall ist es vernünftiger darauf zu verzichten …

    Sowohl Nebulo als auch Kattoo haben sicherlich viel Arbeit und Mühe in ihre neuen Alben investiert und gerade weil der Ansatz und die Wahl der Stilmittel verschieden sind sollte man sie nicht so einfach in einen Topf schmeissen und dem einen vorwerfen was dem anderen vermeintlich fehlt. Und das nur weil sie auf dem selben Label veröffentlichen. Ich glaube Kattoo ist dem Nebulo, HECQ, Venetian Snares Publikum so langsam entwachsen.

  8. Jochen / 02.12.2006 / 13:30

    Sorry, wenn ich mich hier einfach mal einmische - aber “erschreckend”, um deine Wortwahl, lieber klausklaus, aufzugreifen, finde ich mithin eher, dass hier längst überkommen geglaubte Trennungen zwischen E- und U-Musik wieder hervorgeholt werden. Wenn man der Pop- (oder populären) Musik “entwächst”, so landet man also automatisch in der klassischen Komposition, die auch in ihren unterdurchschnittlichsten Ausprägungen immer noch höherwertig ist? Oder wie hat man sich das vorzustellen?
    Das jedenfalls wäre eine Vorstellung, die nicht nur die Popwelt zum Aufschreien bringen sollte (wie hier stellvertretend durch Jens Pacholsky geschehen), sondern angesichts derer auch jeder, der sich ernsthaft mit klassischer Musik auseinandersetzt, in Tränen ausbrechen sollte. Denn die Neue Musik ist ja nun auch schon seit dem einen oder anderen Jahrhundert über das hinaus, was etwa der hier zitierte Pomp&Pathos-Grossist James Horner so zu bieten hat…

  9. klausklaus / 06.12.2006 / 16:20

    Lieber Jochen …
    die trennung von U und E Musik scheint hier nur in einem Kopf noch dominant zu sein, nämlich in deinem. Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken, das ist mir völlig schnurz wen du wo ansiedeln und aburteilen möchtest. Wenn ich schreibe das Kattoo einer bestimmten Zielgruppe entwachsen ist dann beziehe ich mich dabei rein auf musikalische Aspekte … und zwar, das er nicht mehr so konform geht mit dem was die Liebhaber der Effecktschrauberei erwarten. Meinetwegen kannst du es als Rückentwicklung ansehen oder als was auch immer, aber es ist nun mal eine Tatsache das die letzten beiden Kattoo Alben weniger vertrackte Rhythmik bieten dafür aber mehr melodiöse Teile im klassischen Sinn der Musik. Das die Fans des einen damit eher weniger anfangen können zeigst du und Jens ja mehr als offensichtlich, womit du meine behauptung sogar noch untermauerst. Was man nun musikalisch als wertvoller erachtet bleibt jedem selbst überlassen, allerdings ist die pauschale Abneigung von dir und Jens gegen z.B. James Horner und gegen einen bestimmten Stil von Musik kaum dazu geeignet das ihr euch hier groß als Musikwissenschaftler aufspielt. Dazu klammert ihr einen Teil von dem was Musik ist einfach zu Pauschal aus … Die Tränen treibt es mir in die Augen wenn ich sehe mit wieviel Ignoranz und Engstirnigkeit hier argumentiert wird … Ich für meinen Teil kann sowohl dem einen als auch dem anderen etwas abgewinnen und mich von den musikalischen Feinheiten eines Nebulo, HECQ genauso wie denen eines James Horner widmen ohne einen dabei Pauschal aufgrund einer engstirnigen und hochnäsigen attitude abzuwerten. Liebhaber von klassischer Musik bist weder du noch Jens, was die abfälligen und naiven Bemerkungen deutlich zeigen. Deine selbstgestrickten Schlussfolgerungen sind in dem zusammenhang auch nur für dich plausibel, für mich sind sie das nicht. Das was du da von dir gibst und mir unterschieben willst ist dein eigener kleiner Cocktail … ;)

    Ich kann euch beide besser verstehen als ihr das für möglich halten werdet, früher hatte ich eine ähnliche Einstellung wie die eure …

  10. Jens / 06.12.2006 / 16:39

    nur noch ein letztes wort. ich wollte und werde hier nie als musikwissenschaftler auftreten. das ist das letzte, was wir hier brauchen. als rezensent bin ich vor allem hörer, und das ist gut so, weil es der einzige zugang für den leser ist. zweitens haben jochen und ich völlig unterschiedliche musikalische hintergründe und vorlieben. womit wir zu drittens kommen: du verstehst uns kein bisschen. letztendlich, wenn du uns hier schon nach strich und und faden diffamierst (wenn du dies nicht vorhast, solltest du dringend deinen wortschatz und deine formulierungskunst überprüfen), dann verzichte bitte auf die heuchlerischen smileys am ende deiner sätze.
    summa summarum: ich steh auf klassik, mag melodien und komplexität, bin immer auf der suche nach neuen ansätzen in der musik, und trotzdem oder gerade deshalb hat kattoo ein langweiliges album herausgebracht. demütigst, jens.

  11. klausklaus / 06.12.2006 / 18:23

    Das Wort “Musikwissenschaftler” war eher ironisch gemeint im Bezug auf pauschale Aussagen die immer allgemein gehalten und so formuliert sind als gäbe es nur eine richtige Meinung und zwar die des Rezendenten die sich mit allen anderen deckt. Deine demütige Haltung als Dienstleister der Hörer die du jetzt rauskehren möchtest ist da auch ein wenig scheinheilig weil du deine Meinungsäusserungen immer auf die Allgemeinheit beziehst und nie auf dich selbst. Du schreibst z.B. nicht “ich vermisse” sondern “man vermisst” … das ist schon ein Unterschied. Ich diffamiere hier nicht mehr oder weniger als du selbst, so wie du es dir herausnimmst Pauschal dieses oder jenes Abzuwerten nehme ich mir nichts anderes heraus als deine Äusserungen abzuwerten. Wenn andere Meinungen unerwünscht sind dann solltet ihr wohl besser das Feature um Kommentare abzugeben weglassen. Heuchlerisch ist in dem Zusammenhang ebenfalls dein “demütigst” als Abschluss. Dafür ein kleines Zitat:

    “Rechte Demut weiß nimmer, daß sie demütig ist; denn wo sie es wüßte, so würde sie hochmütig.

    Martin Luther
    Deutsche Schriften”

    summa summarum: ich steh auf klassik, mag melodien und komplexität, bin immer auf der suche nach neuen ansätzen in der musik, und gerade deshalb hat kattoo ein großartiges album herausgebracht. ( dieses mal ohne Smiley )

  12. energieverschwendung / 25.02.2009 / 18:54

    :)

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